Ehe - Kür der Liebe

91. Brief

Liebe Leonie,

eine besondere Sichtweise von Stephanie Merckens hat mir besonders gut gefallen, mehr noch, sie hat mein Herz im innersten berührt. In vielen meiner Briefe betrachtete ich die Würde des Menschen, denn die Wertschätzung dieser menschlichen Würde ist ein so wesentlicher und wichtiger Aspekt in jedem Leben, dass wir immer wieder darauf hinweisen sollten.

Der Rahmen

Stephanie erklärt in ihrem Interview: „ Wenn ich dem anderen verspreche, dass ich bei ihm bleibe, in guten und schlechten Tagen,  dann entsteht durch dieses Versprechen der Rahmen, der am ehesten der unendlichen Würde des Menschen, der hier gezeugt wird, entspricht. Die Ehe entspricht am ehesten den Rahmenbedingungen, die wir Menschen schaffen können, um Kinder zu bekommen.“

„Die Würde des Menschen ist unantastbar!“.  Christiane Lamprecht weist in ihrem Interview auf den Artikel 1 im deutschen Grundgesetz hin. Für jeden Menschen ist ein geschützter Raum, eine geschützte Zeit, eine schützende Beziehung, die ihm Vertrauen, Liebe, Hoffnung und all die kostbaren Werte vermitteln können, von großem, unerschöpflichem Gewinn. Mit diesem Schatz ist ein glückliches Leben am ehesten möglich.

Eltern die zusammen sind

Jede Scheidung, jede Trennung traumatisiert Kinder und wir wissen es aus Geschichten, aus Filmen, aber vor allem aus der Realität. Kinder wünschen sich nichts mehr, als Eltern, die zusammenleben und sich meistens verstehen.

Darum ist die Ehe am ehesten der Rahmen, in dem das lebendige Bild einer Familie gehalten und in seiner vollen Schönheit strahlen kann.

„Heiratet christlich und nehmt Gott in euren Bund auf. Denn der Mensch kann es nicht allein schaffen.“. Auch hier stimme ich mit Stephanie überein. Rupert und ich hätten die vielmals sehr belastenden Zeiten in unserer Ehe ohne Gott nicht überstanden, nicht durchtragen können. Wir haben es uns seit unserer Hochzeit angewöhnt, jeden Abend gemeinsam zu beten und jetzt im 34. Jahr unserer Ehe bin ich davon überzeugt, dass diese Gebete, diese Bitten uns dabei geholfen haben. Mehr noch, nach so langer Zeit bekommen wir in der Lebensphase, in der die Kinder das Haus verlassen und wir auf uns selbst zurückgeworfen werden, eine neue, eine andere, aber nicht minder schöne Liebe geschenkt.

In ihrem Video erklärt Frau Professor Gerl-Falkovitz auf wunderbare Art und Weise, dass man nicht allein Tischtennis spielen könne. Die großen Beglückungen sind nicht ich bei mir, sondern die kommen aus einem hin und her. Ich brauche immer ein Du.  Am Anfang, während und am Ende meines Lebens steht immer ein Du.

Ein wundervolles Lied der Bee Gees beschreibt die Ehe in wahren, wunderschönen Worten:

We’ll be together,
Husband and wife,
Now and forever,
The rest of our lives.

Oder wie es der Fuchs dem kleinen Prinzen von Antoine de Saint-Exupéry so schön erklärt: „Du bist zeitlebens für das verantwortlich, was du dir vertraut gemacht hast!“.

Alles Liebe Deine Maria

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