Trotz Fehlern göttlich

56. Brief

Liebe Leonie,

Marionetten!

Lucia Ritter erzählt uns in ihrem Video über Gottes Vaterschaft. Sie beschreibt das aussagekräftige Bild eines kleinen Mädchens, das in ihre Spielsachen verliebt ist. Wir haben alle unsere Marionetten, unsere Hobbys wie Autos, Häuser, Konzertbesuche, Urlaube und vieles mehr, mit denen wir viel Zeit verbringen. Vielleicht prägen uns manche Dinge aber wir werden nie dasselbe mit ihnen sein. Wir sind unserem Vater, auch wenn wir ihn gar nicht kennen, ähnlich.  Wir sind im Wesen Gott verwandt, wie jedes Kind seinem Vater anverwandt ist.

Für mich war dieser Gedanke zu hoch, zu weit, zu groß. Meine Bereitschaft daran zu glauben, hatte sehr enge Grenzen. Warum sollten wir Menschen mit all unseren Schwächen, Fehlern und falschem Tun dem Wesen eines so übermächtigen Gottes ähnlich sein? Ich zweifelte an dieser Vorstellung.

„Die Liebe tut solche Dinge.“

„Die Liebe tut solche Dinge.“ so der große Philosoph Romano Guardini in der Tagespost. 

Diese Liebe hat sich in dem gezeigt, dass Gott sich unter uns begeben hat und Mensch geworden ist. Weil er mit uns gelebt, gegessen, gelacht, und vielleicht auch getanzt hat. Weil er als Kind, wie alle Kinder, geweint, gelacht und geliebt hat. Weil er wie alle kleinen Menschen, groß geworden ist. Weil er erwachsen wurde und weil er sich für uns aufgeopfert hat, für uns und unsere Erlösung gestorben ist, denn „Die Liebe tut solche Dinge“.

Deine Bereitschaft ist deine Grenze.

Doch wir beschränken uns alle selbst. So viele Menschen sind nicht bereit ihre Grenzen zu erweitern. Wir lassen uns von der Gesellschaft, von den Medien und auch von der Politik einreden, dass wir es nicht schaffen. Wir Mütter glauben, unsere Kinder nicht zur Welt bringen zu können. Die Väter verzweifeln daran, nicht stark genug zu sein, um ihre Familie, ihre Kinder schützen zu können.

Im Wesen Gott ähnlich.

„Die Liebe tut solche Dinge!“. So meine Überzeugung, wenn wir ihm Wesen Gott ähnlich sind, dann wären wir auch dazu fähig, dass unsere Liebe solche Dinge tut. Dass unsere Liebe groß genug, weit genug sein kann, um zu essen, zu tanzen, um zu leben, aber auch um uns für den anderen aufzuopfern. Wir sind nicht nur dazu befähigt, diese Liebe zu leben. Wir sind stark, groß und weit genug, um diese Liebe solche Dinge tun zu lassen. Wir Frauen, in dem wir Kinder gebären, nähren, liebkosen, erziehen und sie groß werden lassen und ihr Männer, diese zu unterstützen und zu beschützen.

Wenn unsere Bereitschaft unsere Grenze ist, dann sollten wir die Bereitschaft öffnen. Öffnen für unsere Kraft, öffnen für unseren Mut, öffnen für jedes unserer Kinder, geboren und ungeboren. Das wird dazu führen, dass wir unsere  Grenzen erweitern, erhöhen und größer machen. Dann können wir auch erkennen, dass wir wirklich im Wesen Gott ähnlich sind und das ist die Grundlage, unsere Liebe solch große Dinge tun zu lassen.

Bis zum 10. April.

Alles Liebe Deine Maria

 

PS: Bitte schreibt mir unten, was ihr von meinen Briefen und meinen Gedanken haltet? Vielen Dank!

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