Der Mann, der seine Träume lebt.

49. Brief

Liebe Leonie,

Der Mann, der seine Träume lebt.

Der heilige Josef war der Mann, der seine Träume lebte. Ihm erschien der Engel im Traum und erzählte ihm, Maria seine Verlobte werde ein Kind erwarten. Nachdem er seine junge Frau in einen Stall bringen musste, um dort das Kind zu gebären, fand sich der Engel wieder bei ihm ein und beauftragte ihn ebenfalls im Traum: „Steh auf und nimm das Kind und seine Mutter und flieh nach Ägypten!“ (Math 2,13), wo er doch in Nazareth einen Beruf und ein Haus hatte und damit seiner Familie ein Leben ermöglichen konnte. All diese Träume, diese Aufforderungen waren alles andere als einfach. Aber er folgte diesen Träumen. Er folgte diesem Engel und tat genau das Gegenteil dessen, was ihm sein Verstand gesagt hätte.

Wie der heilige Josef über Jahrhunderte von der Kirche vergessen wurde, so vergessen wir heute die wichtige Bedeutung der Männer als Väter. Ein Kind von einem anderen anzunehmen ist eine schwierige Sache. Ich verstehe, dass das viel verlangt ist. Aber in unserer Zeit haben wir nicht dieses eine Problem. Nein. Viele Männer tun sich schwer, ihre eigenen Kinder anzunehmen und raten ihren Frauen zur Abtreibung. Oft drängen sie mit Drohungen, damit dieses Kind nicht das Licht der Welt erblicken darf.

Wir bräuchten wieder mehr heilige Josefs in unserer Gesellschaft. Auch Josef hatte am Anfang keine große Freude mit der ungeplanten Situation. Aber er tat das Richtige, denn er war ein Gerechter. Er hat sich durchgerungen zu diesem fremden, geheimnisvollen Kind.  Er hat Jesus in sein Haus und in sein Herz aufgenommen. Er hat dieses Kind genährt, gelehrt und geliebt.

Bitten wir gerade in dieser Weihnachtszeit, dass wieder mehr Männer wie Josef in unserer Welt leben können. Dass unseren jungen Männern gelehrt wird, wie wichtig der Schutz der ungeborenen Babies ist. Wie falsch es ist, aus Untätigkeit, Trägheit, oder Müßiggang einem Kind das Leben zu nehmen und dass es keinen einzigen Grund gibt, kleinen Buben und Mädchen das Leben zu verweigern. Wir brauchen Männer wie Josef, die ihre Kinder nähren, lehren und lieben. Männer, die ihre Frauen und ihre Kinder stützen und schützen. Denn wenn sie die männlichste aller Aufgaben, den Schutz von Frau und Kind erfüllen, erfüllen und leben sie ihren innersten Traum!

Liebe Leonie, ich wünsche dir und allen anderen eine wunderbare Adventszeit, gesegnete Weihnachten

und einen guten Rutsch ins neue Jahr.

Wir hören uns wieder, am 1. Februar 2019.

Bis dahin alles Liebe und Gottes reichen Segen. Danke liebe Leserinnen und Leser, dass ihr mit dabei seid.

 

Alles Liebe Deine Maria

 

PS: Bitte schreibt mir unten, was ihr von meinen Briefen und meinen Gedanken haltet? Vielen Dank!

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