Geh mit mir den Weg

1. Brief

Liebe Leonie,

dies ist mein erster Brief an Dich und ich weiß noch nicht, wohin unsere Reise gehen wird.

Ich bin im Jahr 1965 zur Welt gekommen, also noch vor der sogenannten sexuellen Revolution. Dadurch habe ich den großen Wandel in unserer Gesellschaft nur indirekt mitbekommen, aber ich bin in der ersten Generation, die in den Genuss der Freiheiten gekommen ist, die tapfere Frauen für uns erkämpft haben. Als ich mit 21 Jahren heiratete und mit 23 Jahren meinen ersten Sohn bekam, war es für mich selbstverständlich, weiter zu arbeiten, selbstständig zu sein und natürlich mein eigenes Geld zu verdienen.
In diesen 30 Jahren war Selbstständigkeit eines der wichtigsten Charakteristiken einer jeden Frau. Ich erkannte nicht, dass sich die Gesellschaft und auch Werte veränderten. Veränderungen sind wichtig und allgegenwärtig, doch es gab und es gibt Strömungen, die für viele Gruppen nachteilig sind. Zum Beispiel wurden weder Partnerschaften, Familien, Kinder, noch wurde die Würde der Frau gefördert. Im Gegenteil, sie kamen oft ins Hintertreffen der Gesellschaft. Papst Johannes Paul II und auch Mutter Theresa fürchteten diese Strömungen und warnten schon 1995 vor ihnen. Ich spürte die Auswirkungen zwar im Herzen, aber wie gesagt nicht bewusst. Die sexuelle Freizügigkeit vieler Menschen im Alltag und in der Werbung, die Verbreitung der Pornographie in vielen Medien und vor allem die hohen Abtreibungszahlen sind für mich ein Zeichen dafür, dass es in unserer Gesellschaft einen gefährlichen Trend gibt. Dieser Trend ist für unsere Kultur, Partnerschaften, Familien, aber allen voran für uns selbst sehr gefährlich.
Darüber hinaus berichten unsere Medien nicht immer ganz wahrheitsgetreu.
Deshalb liebe Leonie, möchte ich Dir von diesen Themen Partnerschaft, Familie, Sexualität und Karriere berichten und da ich gläubige Christin bin, sie auch ab und zu im Lichte des Wort Gottes betrachten.

Alles Liebe Deine Maria

Erzählung über Leonie:

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